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Die Wilden Rosen

Wo einst Wildrosen unter den strengen Augen des Instituts für Zierpflanzenzüchtung wuchsen, leben nun wir - ein ziemlich großer und ziemlich bunter Haufen von Menschen und Tieren (und weiterhin Wildrosen), die es anders haben wollten als andere: gemeinschaftlich, ökologisch, sozial, inklusiv, im Grünen und doch stadtnah, dörflich aber nicht hinterwäldlerisch. 

Links und rechts erstrecken sich Felder hinter den Alleebäumen. Der Taxifahrer fragt nach hinten: „Sind Sie sicher, dass wir hier noch richtig sind?“

Eine Horde Kinder eilt vorbei, zwei Meisen flattern davon. Die Freundin lehnt sich im Gartenstuhl zurück und lässt den Blick schweifen. „Ist ein bisschen wie in ’ner Ferienhaussiedlung hier.“

Der Tag in der Stadt war lang, hektisch und laut. Du steigst vom Rad und schiebst das letzte Stück. Am Wegesrand grüßt ein Löwenzahn, Ruhe umfängt Dich, gute Luft und … Gemächlichkeit.

Willkommen bei den Wilden Rosen! Im äußersten Südwesten Ahrensburgs, nur ein Katzensprung entfernt von der Hamburger Grenze, zwischen Wiesen und Wäldern, Seen und Feldern, Friedhof und Bauernhof, Feuerwache und Schrebergärten, Haus der Natur und Krematorium, Scharberg und Bocksberg, Stadt und Land, U-Bahn und Hochspannungsleitung, Allmende und Bornseck - da leben und arbeiten wir: Familien, Singles, alt wie jung, mit und ohne Behinderung, Engagierte, Zurückgezogene, Naturliebhaber:innen, Feierwütige, Goldkehlchen, Klimaschützer:innen, Antifaschist:innen, Waldorf-Fans und Waldorf-Skeptiker:innen, Impffreund:innen und Impfgegner:innen, Autobesitzende und Lastenradler:innen, Gemeinwohlökos und Biokistenabonnierende, Marktschlenderer:innen, Schnell-bei-Aldi-Reinhopsende und Auch-mal-bei-Amazon-Bestellende.

Zugegeben: Wilde Rosen, das klingt nach Seniorenstift. Aber bevor wir kamen, da wuchsen auf unserem Grundstück eben vor allem Wildrosen, auf dem Gelände des Instituts für Zierpflanzenzüchtung. Viele unserer Namenspatroninnen konnten wir retten und sie schmücken nun auf ihre unverwüstliche Art unser weitläufiges Gelände nördlich und südlich des Bornkampswegs.

Abgesehen von den stinknormalen Themen einer jeden Wohneigentümergemeinschaft organisieren wir unser Zusammenleben über einen Verein, den Wilde Rosen e.V. In regelmäßigen Rosenplenen diskutieren wir, was uns beschäftigt, versuchen wir, Konflikte zu lösen, planen wir, was wir gestalten, anschaffen und unternehmen wollen. Die Gemeinschaft macht es möglich, auch Großes zu stemmen: unsere legendären Sommerfeste, die Gründung eines Carsharing-Vereins, den Bau einer Fassauna, der Betrieb eines Ponyclubs. Für Gäste gibt es eine eigene Wohnung - und für uns alle einen großen Gemeinschaftsraum.

Viele unterschiedliche Bedürfnisse finden bei uns einen Raum: Seilbahn und Schaukeln zum Toben, Dorfplatz und Sonnendeck zum Versammeln, Holzwerkstatt und Kunstbude zum Werkeln, Gemüsegärten und Streuobstwiese zum Sinnieren.

Viele wohnen nicht nur bei den Wilden Rosen, sie arbeiten hier auch: im Pentaion-Seminardom, im Robbencafé, in Therapie- und Massagepraxen, als Pflegende und Physiotherapeut:innen, als Grafiker:innen, Journalist:innen und Buchautor:innen.

Leben im Wohnprojekt: Das ist etwas Besonderes. Es ist sicherlich nicht immer einfach und nicht jede kann mit jedem. Aber niemand ist bei uns allein.

Rosen live
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der Pony-Club
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Rotationsgruppen
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be happy
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Kunstbude
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